| Etliche recht problematische
Phasen" hatte Georg Schwenk ausgemacht. Ein
Manko hatten einige Veranstaltungen gehabt, aus
Sicht des Vereins zu geringe Besucherzahlen. So
geschehen etwa beim Konzert in der Grafenberghalle
in Kayh, das man von der seinerzeit einsturzgefährdeten
Stadthalle dorthin habe verlegen müssen,
so Schwenk. Genauso bei den 38. Herrenberger Musiktagen
im September. "Samstag und Sonntag leider
sehr schwach besucht", bedauerte Schwenk,
für die Musiktage zu wenig. Deshalb müsse
man "sich etwas Neues einfallen lassen".
Einen ausführlichen Blick warf der Vorsitzende
auf das Jubiläum. Von dem Konzert im März
etwa werde der Verein "erstmals eine Live-CD
erstellen", kündigte Schwenk an. "Es
gibt viel zu tun, packen wir es an", rief
der Vereinschef den Mitgliedern zu.
Schriftführer Gerd Henßler bilanzierte
die Konzerte und Bewertungsspiele. 18 Auftritte
habe man absolviert, 56 Mal geprobt und 13 Ständchen
gebracht. Von der musikalischen Seite zeigte sich
Dirigent Matthias Beno angetan. Von "gutem
bis sehr gutem Erfolg" sprach der Dirigent
und bezog sich unter anderem auf einen Spielwettbewerb
in Villingen-Schwenningen. Der achte Platz habe
gezeigt, "dass wir uns stetig verbessert
haben", so Beno, doch könne man mit
"etwas mehr Engagement" noch mehr erreichen.
Erfreut zeigte sich Beno über das verbesserte
Klima zwischen Dirigent und Orchester. Vertrauen
und Respekt seien wieder gefestigt worden. Die
Zusammenarbeit mit der Musikschule funktioniere
zudem ebenfalls sehr gut, so Beno, der gleichzeitig
eine "stetige Weiterentwicklung der Jugendarbeit"
anmahnte. Die Unterrichtsarbeit bezeichnete der
Dirigent als "hervorragend". Hervorragend
waren denn auch die Leistungen, die Schüler
beim internen Wettbewerb der Musikschule erbracht
hatten. Sachpreise und ein Sonderpreis seien an
Musiker aus der Stadtkapelle gegangen.
Noch mehr Mitglieder aber hatten sich verdient
gemacht. Die Ehrennadel in Bronze des Blasmusikverbandes
BadenWürttemberg (BVBW) erhielten Andreas
Bauer, Melanie Buchmüller, Nadine Lutz, Tobias
Neumann, Alina Stadelmaier, Tobias Steffan und
Melanie Streicher. Für 15-jährige aktive
Vereinszugehörigkeit mit der Vereins-Ehrennadel
in Silber geehrt wurden Christian Däuble,
Sonja Marquart, Tina Röhm und Clarissa Schwarz.
Ihre 20-jährige aktive Tätigkeit im
Verein brachte Holger Fauß, Philipp Jakob,
Jörg Marquardt, Thilo Marquardt, Michael
Schäberle, Hans-Jörg Schill, Simone
Schneider, Andrea Schönhaar, Martina Wenta
und Nina Wenta die BVBW-Ehrennadel in Silber ein.
Für 40 Jahre Fördermitgliedschaft erhielt
Helmut Danner die Vereins-Ehrennadel in Gold.
Stefan Monorfalvi wird die Ehrennadel in Diamant
mit Urkunde des Deutschen Blasmusikverbandes für
40-jährige Tätigkeit nachträglich
verliehen bekommen.
Besondere Ehrung

Mitglied im Musikverein seit 50 Jahren: Walter
Weimer / GB-Foto: Holom
Einige besondere Worte richtete Georg Schwenk
an das Mitglied Walter Weimer. Er habe ja schon
so gut wie alle Auszeichnungen und Nadeln abgeräumt,
sagte der erste Vorsitzende zu Weimer und ehrte
ihn für 50-jährige Mitgliedschaft. Weimer
sei lange Zeit an Schlagzeug und Trompete auch
aktiver Musiker gewesen, so Schwenk. Daran schlossen
sich die Ehrungen für die häufigsten
Probenbesuche an.
Wahlen: Einstimmig
Die Wahlen winkten die rund 70 Teilnehmer der
Versammlung einstimmig durch. Zum ersten stellvertretenden
Vorsitzenden wurde Michael Schönhaar gewählt,
zum Schriftführer wieder Gerd Henßler.
Das Amt des Schatzmeisters übernahm der bisherige
Kassierer Heinz Brenner in Abwesenheit, nachdem
auf der Versammlung kein Kandidat zu finden war.
Brenner werde das Amt kommissarisch übernehmen,
so Georg Schwenk. Als neuen Musikervorstand bestätigten
die Mitglieder Philipp Jakob, der schon zuvor
in der Musikerversammlung gewählt worden
war. Neue Jugendleiter sind Markus Fischer und
Isabell Rüdenauer. Zum Vorsitzenden des Fördervereins
bestimmte die Versammlung Andreas Marquart. Zu
aktiven Beisitzern wurden Andreas Fischer, Holger
Fauß, Kerstin Bertinchamp und Thilo Marquardt
gewählt. Zu passiven Beisitzern wurden gewählt
Margrit Lempert und Irmtraud Jazkowski, zum passiven/aktiven
Beisitzer Heinz Brenner. Georg Schwenk kündigte
an, sein Amt nur noch ein Jahr führen zu
wollen, und regte an, dass die Mitglieder sich
um einen Nachfolger Gedanken machen sollen.
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