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Als ultimative Bühnen- und Orchestershow "Lets fetz", war der
Auftritt der Stadtkapelle Herrenberg angekündigt.
Nach zahlreichen großen Veranstaltungen
der Kapelle in ihrem Jubiläumsjahr versprach
das Motto im Rahmen des "Sommerfarben"-Festivals
erneut mitreißende Rhythmen und musikalisches
Entertainment unter der Leitung von Matthias Beno.
Im ersten Teil noch zurückhaltend, kamen
vor allem bei eingängigen Swingnummern nach
der Pause etliche ShowElemente einer Big Band
zum Einsatz.
Mit der fulminanten "Olympic fanfare and
theme" von John Williams zur Eröffnung
stimmten die Bläser das Publikum auf einen
höchst unterhaltsamen Abend ein. Denn dass
es sich für die Stadtkapelle sozusagen um
ein Heimspiel handelte, war schon beim Einzug
der Musiker auf die Bühne bei den ersten
Begeisterungspfiffen klar geworden. Mit viel Beifall
wurden vor allem Stücke mit Solopartien bedacht,
etwa für die jungen drei Solisten am Kornett
Markus Fischer, Sven Schrade und Dennis Hiller
in "Buglers Holiday" von Leroy Anderson
in ersten Teil.
Packendes Swingfeeling kam mit Glenn Millers
"Pennsylvania 6500" auf, später
bei "Chattanooga Choo Choo", "Swing
the Mood" und "Sax in the City"
von Andreas Ludwig Schulte. Registerweise erhoben
sich die Bläser während des Spiels und
zeigten ihre Showeinlagen. Beim Medley der erfolgreichsten
Melodien aus "Mamma Mia" begannen die
Zuschauer begeistert mitzuklatschen. Bravo-Rufe
waren zu hören.
Sozusagen das Kontrastprogramm folgte mit "Chaos
Theory", dem 1998 vom Amerikaner James Bonney
komponierten Konzert für E-Gitarre und Blasorchester.
Moderator Christof Seeger aus Gäufelden erklärte
dem Publikum den Hintergrund des anspruchsvollen
Werks: eine Hommage an Komponisten verschiedener
Epochen des Barock, der Moderne, des Rock und
Soulklänge, deren typischen Stile der Solist
an der E-Gitarre in seiner Improvisation vereine,
sagte er. Den Part an der E-Gitarre übernahm
Thomas Rose, Dozent an der Herrenberger Musikschule.
Ohne Zweifel war sein Vortrag der Höhepunkt
des interessanten Abends, großartig seine
Interpretation. Rose und die Musiker der Stadtkapelle
ernteten für die gelungene Aufführung
einen Riesenapplaus.
Dass sie die "Chaos Theory" schon immer
einmal spielen wollten, gestand Stadtkapellen-Chef
Georg Schwenk. Mit ihm freute sich Matthias Beno
über die erfolgreiche Premiere am Montag:
"Wir wollten damit das Publikum auf etwas
Neues einstimmen, vorurteilsfrei mit neuen Klangfarben
bekannt machen", machte der Orchesterleiter
klar. Lateinamerikanische Klänge, Filmmusiken
und Musik großer Entertainer heizten nach
der Pause dem Publikum in diesem lauen Sommerabend
noch einmal richtig ein. Einfach klasse unter
anderem die Show zu "Blues Brothers in Concert":
im passenden Outfit mit Hüten und Sonnenbrille.
Beim Klassiker "Everybody needs somebody"
ging das Publikum begeistert mit.
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