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Haben ein Mammutprogramm in diesem Jahr hinter
sich: Die Musiker der Stadtkapelle
GB-Foto: Schmidt
Die Glühwein- und Waffeldüfte, die
einem beim Gang über den Herrenberger Marktplatz
und dem Aufstieg zur Stiftskirche um die Nase
wehten, hatten wunderbare Vorarbeit geleistet.
Spätestens beim gemeinsamen Abschluss wurden
die letzten Standhaften mit der Darbietung der
Stadtkapelle in der Stiftskirche in vorweihnachtliche
Stimmung versetzt. "Oh, du Fröhliche"
sangen die Zuhörer zu den Klängen des
großen Blasorchesters, das eigens gedimmte
Licht trug zur Verstärkung der Gänsehaut-Stimmung
bei.
Zuvor schon hatten sich die Aktiven der Stadtkapelle
in die Herzen ihrer Zuhörer gespielt und
erhielten für ihre Darbietungen nicht nur
den wohlverdienten Applaus, sondern auch ein Extra-Lob
von Dirigent Matthias Beno. "Wir haben in
diesem Jahr einen wahren Konzertmarathon hinter
uns gebracht." Sechs schwere Konzerte seien
eine "super Leistung".
Trotz der arbeitsintensiven zwölf Monate
präsentierte sich das Blasorchester in einer
tollen Verfassung, das Programm zum traditionellen
Adventskonzert hatte man in diesem Jahr mit der
Überschrift "Hymne an das Leben"
versehen. Passend dazu wurde James Curnows "Rejouissance"
über den Kirchenchoral "Eine feste Burg
ist unser Gott" im Notenarchiv des Vereins
wiederentdeckt.
Dazu erklangen die ruhige und emotionale "Romanze"
von James Barnes, das ebenso gefühlvolle
"Shenandoah" von Frank Ticheli und,
als Eröffnungsstück, "Joyfull Allelujas"
von Jared Spears. Ein ums andere Mal folgten die
Musiker dem Dirigat von Beno, setzten dessen Vorstellung
für Tempi und Lautstärke auf den kleinsten
Fingerzeig hin um, harmonierten nicht nur miteinander,
sondern darüber hinaus auch mit der Besonderheit
des Konzertsaales. "Hier in der Stiftskirche
hat das Orchester immer einen richtig satten Sound",
brachte es Beno auf den Punkt.
"Ein beeindruckendes Konzert, das dazu einlädt,
über das Leben und das, was es lebenswert
macht, nachzudenken", wandte sich Dekan Klaus
Homann in einer kleinen Ansprache an die Konzertbesucher.
"Dankbarkeit macht das Leben erst reich",
führte Homann ein verkürztes Bonhoeffer-Zitat
an. Ebenso seien das Empfangen und das Weitergeben
von Liebe und Sympathie von essenzieller Bedeutung.
Das Hauptstück des Konzertes, "Diagramm"
von Andre Waignain, beschäftigte sich mit
den Höhen und Tiefen eines Blasmusikorchesters,
brachte das Gefühlschaos eines Klangkörpers
zum Ausdruck. Das Stück, das von der Stadtkapelle
ebenfalls schon in einem früheren Konzert
gespielt wurde, wird derzeit als Selbstwahlstück
für das Wertungsspiel im nächsten Jahr
auf den neuesten musikalischen Stand gebracht.
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