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Ehrungen bei der Stadtkapelle (von links): Günter
Stang, Philipp Jakob,
Günther Haas, Hugo Götzl und Valentin
Donner GB-Foto: Schmidt
"Im letzten Jahr haben wir die großen
Fußstapfen, die Georg Schwenk hinterlassen
hat, in viele kleine umgewandelt", berichtete
Thilo Marquardt von internen Umstrukturierungen.
Zusammen mit Stephanie Habermaaß war er
eingesprungen, als sich im Vorjahr kein Nachfolger
für Ehrenvorstand Schwenk finden ließ.
"Sie haben in einer schwierigen Übergangsphase
Mut bewiesen und dafür kann man ihnen nur
danken", lobte Erster Bürgermeister
Andreas Gravert die damalige Entscheidung und
das letztjährige Engagement der beiden. Nach
der Interimslösung hat man nun wieder einen
festen Vorsitzenden: Philipp Jakob, langjähriger
Musikervorstand, steht in den nächsten zwei
Jahren dem ältesten Musikverein Deutschlands
vor.
"Zuerst wollten wir die Aufgaben der Vereinsführung
in kleine Ressorts unterteilen, aber dann haben
wir uns dagegen entschieden", so Marquardt
am Freitagabend. Zwar habe man die Last auf verschiedene
Schultern verteilt und sei nun in den Bereichen
Nachwuchs, Feste, Konzerte, Finanzen und Öffentlichkeitsarbeit
zukunftssicher aufgestellt. "Man braucht
aber einen Kopf, bei dem alles zusammenläuft",
haben die Beratungen des letzten Jahres ergeben.
Die anwesenden Mitglieder befanden einstimmig,
dass Philipp Jakob dafür der Richtige ist.
Er bildet zusammen mit Stellvertreter Michael
Schönhaar und Schriftführer Gerd Henßler
die Vereinsspitze. Sein Amt als Musikervorstand
übernahm Holger Fauß.
Thilo Marquardt, der aus zeitlichen Gründen
nicht weiter als Vereinsvorstand fungieren kann,
wird sich jedoch weiterhin für die Stadtkapelle
engagieren und wurde - ebenso wie Sylvia Schneider
- als aktiver Beisitzer in den Ausschuss gewählt.
Kassiererin Kerstin Bertinchamp berichtete von
einem positiven Ergebnis: "Das Delta vom
letzten Jahr haben wir wettgemacht". Schriftführer
Gerd Henßler wies auf mehr als 60 Termine
für die Aktiven hin, darunter als "Highlight"
die Filmaufnahme mit dem SWR auf dem Herrenberger
Marktplatz. "Ich wünsche mir für
das neue Jahr, dass weiterhin alle so gut mitziehen",
lobte Henßler das Engagement der Spieler
und der Verantwortlichen.
Dirigent Matthias Benno machte für 2008
"viele musikalische Glanzpunkte" aus.
Seiner Meinung nach müsse man sich über
die Jugendarbeit Gedanken machen. Die Freizeit-
und vor allem die Schulaktivitäten der Jugendlichen
würden eine kontinuierliche Probenarbeit
immer mehr erschweren. "Das ist eher ein
projektbezogenes, als ein wöchentliches Üben",
so Benno. Allgemein müsse man die Jugend
dazu bringen, ein Instrument zu spielen. Kinderkonzerte
und -musicals und die Kooperationen mit den Schulen
wären dafür die richtigen Ansatzpunkte.
Darüber hinaus lobte der Dirigent der Aktiven:
"Viele leisten mehr als der Durchschnitt
und deshalb musizieren wir auf so hohem Niveau."
Beim Blick in die Zukunft ist sich Matthias Benno
sicher, dass neue Wege bei der Konzertarbeit unerlässlich
sind. "Trotz aller organisatorischer Arbeit
müssen Veranstaltungen wie das Erlebniskonzert
zu einer festen Einrichtung werden."
Anlässlich der Jahreshauptversammlung wurden
zahlreiche Mitglieder der Stadtkapelle für
ihre Vereinszugehörigkeit geehrt: Gerd Münzberg
und Benjamin Vötterle erhielten die Ehrennadel
in Bronze des Blasmusikverbandes für zehnjähriges,
Isabell Rüdenauer und Stephan Schäberle
die Ehrennadel in Silber für 20-jähriges
aktives Spielen. Dazu kamen die vereinsinternen
Auszeichnungen: Markus Fischer, Sven Schrade und
Sabine Schütz spielen seit 15 Jahren in der
Stadtkapelle und bekamen die Vereins-Ehrennadel
in Silber. Valentin Donner, Walter Fischer, Hugo
Götzl, Günther Haas, Johann Krammer,
Hannelore Kühme, Konrad Lohrer und Günter
Stang unterstützen den Verein seit 25 Jahren
als fördernde Mitglieder und bekamen dafür
ebenfalls die Vereins-Ehrennadel in Silber. Friedrich
Baier wurde die goldene Ausführung für
40-jährige passive Mitgliedschaft überreicht.
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