| HERRENBERG (enk).
Das Jahr 2009 war für den Musikverein Stadtkapelle
rundum ein erfolg- und ereignisreiches Jahr –
musikalisch, kameradschaftlich, finanziell. Lediglich
beim „tiefen Blech“ in der Jugendausbildung
tut sich die Stadtkapelle schwer. Und so möchte
Dirigent Matthias Beno in den nächsten Jahren
bei der Werbung für die Jugendausbildung
den Schwerpunkt auf Tuba, Waldhorn, Posaune sowie
auf das ebenfalls schwächelnde Schlagzeug
legen.
Der seit einem Jahr amtierende Vorsitzende der
Stadtkapelle, Philipp Jakob, verteilte viel Lob
an seine Mitstreiter. Vor allem der neu geschaffene
Posten der Jugendkoordinatorin als Bindeglied
zwischen Jugendleitern, Eltern und Musikschule
stellte sich als sehr effektiv heraus. Musikalische
aber auch außermusikalische Termine wurden
besucht oder ins Leben gerufen, und es gab kaum
eine größere Veranstaltung in Herrenberg,
bei der nicht eines der beiden Jugendorchester
musizierte.
„Was hier von der Jugendkoordinatorin,
den Jugendleitern, dem Jugendleiterteam und natürlich
den Dirigenten geschaffen wurde“, so Philipp
Jakob, „ist für die Öffentlichkeitsarbeit
des Vereins, aber auch für die musikbegeisterten
Kinder außerordentlich wichtig.“ Sein
spezieller Dank galt der neuen Jugendkoordinatorin
Sylvia Schneider, die mit riesigem Engagement
für eine voll besetzte Bläserklasse
und zahlreiche neue Aktivitäten im Jugendbereich
sorgte. Zudem hob Jakob das Engagement des von
Andreas Marquart geleiteten Fördervereins
für die Jugendarbeit hervor.
Der Dank des Vorsitzenden galt auch Dirigent
Matthias Beno, der seit genau zehn Jahren den
Verein dirigiert. „Dir sind das hervorragende
Abschneiden der Jugend und Stadtkapelle bei den
Wertungsspielen und die tollen Frühjahrs-,
Advents- und Frühschoppenkonzerte zu verdanken.
Aber auch mit den Bühnenshows und der Einführung
des Bläserklassen-Ausbildungsmodells hast
du für die Vereinsarbeit Akzente gesetzt
und eine moderne Richtung vorgegeben“, sagte
Jakob. Damit die Jugendarbeit noch etwas breiter
aufgestellt werden kann, wurde mit Christoph Mild-Ruf
ein weiterer erfahrener Dirigent hinzugenommen.
Er wird künftig das Jugendorchester 2 leiten.
Dirigent Matthias Beno lobte in seinem Bericht
die gute Qualität bei den Konzerten, die
allesamt beim Publikum hervorragend ankamen. Lob
auch für den guten Probenbesuch der Bläserklasse,
der mit gut 95 Prozent hervorragend war. Beno
hob aber auch warnend den Zeigefinger: „Die
Zeiten der Vereinsarbeit sind in jeglicher Hinsicht
härter geworden. Viele arbeiten nur noch
mit, wenn es zeitlich limitiert wird“, bemerkte
der Dirigent. „Probenbesuche mit 80 oder
90 Prozent werden seltener, man muss mit 75 Prozent
schon zufrieden sein. Hier gilt es anzusetzen.“
Erstmals in der Vereinsgeschichte stellte die
Jugendkoordinatorin Sylvia Schneider ihre Arbeit,
beginnend bei der Bläserklasse über
die Jugendkapellen 1 und 2 bis hin zur Eingliederung
in das aktive Orchester vor.
Schriftführer Gerd Henßler ließ
noch einmal die verschiedenen Termine des vergangenen
Jahres Revue passieren. Höhepunkte waren
die Konzerte des Vereins im Frühjahr und
in der Weihnachtszeit, die Bühnenshow im
Rahmen der Herrenberger Sommerfarben und der zum
dritten Mal durchgeführte Mittelalter-Markt
mit Ritterturnier, das aber nicht so gut besucht
war. Kassiererin Kerstin Bertinchamp berichtete
von der positiven Entwicklung der Finanzen, was
mit der einstimmigen Entlastung von Kassiererin
und Vorstand honoriert wurde.
Bürgermeisterin Gezeny als Vertreterin der
Stadtverwaltung bedankte sich beim Verein für
die gute Zusammenarbeit und das positive Bild
des Vereins in der Öffentlichkeit. Die anschließenden
Wahlen verliefen alle einstimmig und so ist auch
in der Zukunft mit einer bestens aufgestellten
Stadtkapelle Herrenberg zu rechnen.
Paul Schach seit 60 Jahren aktives und
förderndes Mitglied
Bei den Ehrungen ging die die silberne Ehrennadel
des Blasmusikverband Baden- Württemberg für
20-jährige aktive Tätigkeit an Eva Hellener,
Markus Hellener und Christine Ugele. Die Vereinsehrennadel
in Gold für 25-jährige aktive Vereinszugehörigkeit
bekamen Tanja Rein und Michael Schönhaar.
Für 25-jährige fördernde Mitgliedschaft
wurde Christian Rehfuß jun. geehrt, für
40-jährige fördernde Mitgliedschaft
Hildegard Goppelt, für 60-jährige aktive
und fördernde Mitgliedschaft Paul Schach.
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