| Die Zusammenarbeit zwischen
Schulen und Musikschule sei der Stadtkapelle außerordentlich
wichtig, betonte Philipp Jakob, der Vorsitzende
der Stadtkapelle Herrenberg. Dabei verwies er
auf den Umstand, dass Instrumentalunterricht wegen
des Ganztagsschulbetriebs schwieriger geworden
sei. Dies könne durch eine solche Musikpatenschaft
erleichtert werden. Er unterschrieb das Dokument
zusammen mit der Schulleiterin der Pfalzgraf-Rudolf-
Schule, Gabi Weber-Urban, im Beisein der Beauftragten
für Ganztagsschule, Elisabeth Schach. Im
Wortlaut des Vertrages heißt es, dass die
Partner sich verpflichten, „im Rahmen der
jeweils eigenen Möglichkeiten sich gegenseitig
musikalisch zu fördern“ und „dadurch
das Musikleben ihrer Heimat zu bereichern und
die Jugend des Landes an ein ehrenamtliches Engagement
heranzuführen“.
Mehrstimmige und längere Stücke
Dass dies hervorragend gelingen kann, zeigten
die Auftritte der Kinder und Jugendlichen im Laufe
des Konzertes. Rund 100 junge Bläser und
Schlagzeuger traten insgesamt auf die Bühne.
Es begannen die Kinder, die erst im September
mit dem Instrumentalunterricht begonnen haben
und sehr kurze, auf Tonleitern basierende Stücke
unisono spielten. Hier liegt der Herrenberg: „Einemusikalische
Reise um dieWelt“ beim Neujahrskonzert der
Stadtkapellen-Jugend Patenschaft erleichtert Instrumentalunterricht
Schwerpunkt auf dem ersten Zusammenspiel und dem
ersten Auftreten, was das junge Bläserteam
mit Liedern aus Deutschland, Frankreich und England
gut meisterte. Die Bläserklasse von Matthias
Beno und die Klasse 5a der Theodor- Schüz-Realschule
mit Klassenleiterin Barbara Goehring spielten
je ein Stück und anschließend noch
zwei Lieder gemeinsam. Eine Herausforderung –
nicht nur wegen der engen Bühne. Sie spielten
bereits mehrstimmig und etwas längere Stücke
aus der Karibik und Amerika und auch sie zeigten
sich ihrer Aufgabe gewachsen. Ebenfalls gemeinsam
waren die Jugendkapelle 2 der Stadtkapelle unter
Elke Lang und die Klasse 6a der Theodor-Schüz-
Realschule mit der Klassenlehrerin Stephanie Schneider
zu hören. Sie spielten sehr konzentriert
und erfreuten mit einer großartigen Leistung,
auch in puncto Intonation.
Der zweite Teil gehörte den beiden Jugendkapellen.
Bereits zum zweiten Mal bei einem Neujahrskonzert
dirigierte Elke Lang die zweite Kapelle, deren
Mitglieder bereits zwei Jahre Bläserklasse
durchlaufen haben. Gekonnt trugen die jungen Musikanten
richtig lange Stücke vor, die aus allen Teilen
der Welt stammten. Die Jugendkapelle 1 der Stadtkapelle
wurde beim letzten Neujahrskonzert noch von Matthias
Beno geleitet, heuer von ihrem neuen Leiter Branko
Herbstreit. Herbstreit legt sehr viel Wert auf
lebendige Interpretation der schon anspruchsvollen
Stücke wie bei der Musik zu „Pirates
of the Caribbean“. Nicht nur wegen der kleinen
Besetzung hervorstechend war der Auftritt eines
Posaunenquartetts der Musikschule, wo übrigens
fast alle Nachwuchsmusiker der Stadtkapelle unterrichtet
werden. Maximilian Schneider (14), Fabian Schroth
(14), Tobias Busse (13) und Giuliano Maroulis
(10) spielten zwei Duette in Doppelbesetzung.
Geradezu professionell war ihr Auftritt, den sie
mit ihrem Lehrer Vichan Molerov vorbereitet hatten.
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